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DEFAULT : 15. Sulgener Treffen / 5.11.2012 / Sulgen
13.10.2015 09:56 (1024 x gelesen)

Vortrag von Monica Kunz über Häusliche Gewalt

Ein unter den KMU-Frauen lieb gewordener Anlass ist das Sulgener Treffen, das jährlich einmal einen Mix aus Austausch, Weiterbildungsangebot und Impulsreferat anbietet. Am 5. November war es wieder soweit: 24 Miglieder wurden von der Vize-Präsidentin, Monique Stahlkopf begrüsst, die das Wort an die Referentin, Monica Kunz, übergab.

Monica Kunz ist Pädagogin, 


Mediatorin und Coach und leitet bei der Kantonspolizei Thurgau die Fachstelle «Häusliche Gewalt». Dies ist ein Thema, das viel öfter vorkommt als man denkt und eine hohe Dunkelziffer aufweist. Fälle, die bei der Polizei gemeldet bzw. ermittelt werden stellen nur die Spitze des Eisbergs dar. In bestehenden oder aufgelösten Beziehungen gibt es viele Formen häuslicher Gewalt: physisch, psychisch, sexuell, finanziell, sozial oder in Form vom «Stalking», bei dem Opfer (85% Frauen, 15% Männer) dauernd aufgelauert wird. Die Gewalt entwickelt sich erst unauffällig, subtil, in einer Art Spirale, von Drohung zu den Straftatbeständen der sexuellen Nötigung, Tätlichkeit, Vergewaltigung und Körperverletzung. In diesen Fällen schreitet die Polizei ohne Antrag des Opfers ein. Oft sind Kinder in solchen Beziehungen in doppelter Hinsicht Leidtragende: Sie sind involviert, in 10% der Fälle selber Opfer, und zusätzlich wird ihre psychische und soziale Basiskompetenz schwer beeinträchtigt. Es ist daher von grosser Wichtigkeit, im näheren Umfeld und im eigenen Betrieb auf dieses Thema sensibilisiert zu werden und die offiziellen Anlaufstellen im Kanton zu kennen. Einen Einblick in dieses packende Thema hat Monica Kunz auf lebendiger Art und rückblickend auf eine bald 10-jährige Erfahrung gewährt.

Nicht nur Aufklärung hilft Frau im Leben weiter, sondern auch Fort- und Weiterbildung. Vom Vorstandsmitglied Esther Häberli eingeführt, haben Roger Peter, Prorektor und Leiter Bildung des Bildungszentrums Wirtschaft Weinfelden und Martina Oertli das aktuelle Bildungsangebot im dortigen Zentrum erläutert. Sie munterten die Teilnehmerinnen dazu auf, vorausschauend ihre Weiterbildung anzupacken und nicht erst aktiv zu werden, wenn das Wissen fehlt. Eine betriebswirtschaftliche Ausbildung ist dann besonders wichtig, wenn eine Nachfolgeregelung für das Unternehmen ansteht.

Zuletzt stellte Vorstandsmitglied Regula Marti die politische Agenda der nächsten Monate vor und sicherte die Unterstützung des Vorstands zu, wenn Diskussionsbedarf oder gar Stellungnahme der KMU-Frauen erwünscht sei.

Mit einem Ausblick auf kommende Besichtigungen und Ereignisse, insbesondere den KMU-Frauenpreis 2013 sowie auf die Mitgliederversammlung vom 19. April 2013, bedankte sich Monique Stahlkopf bei allen ReferentInnen und Teilnehmerinnen.


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